Einfacher Artemia-Nauplien-Ansatz mit durchsichtiger Schlupfflasche und feinem Sieb
Zucht & Nachwuchs

Lebendfutter vorbereiten

Artemia ansetzen

Frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien sind für viele Jungfische wertvoll – wenn Ansatz, Ernte und Menge zur Art passen.

Was ein einfacher Artemia-Ansatz braucht

Für einen kleinen Ansatz reichen ein sauberer transparenter Behälter, Salzwasser nach Produktangabe, Artemia-Eier, eine sanfte Belüftung und eine Lichtquelle. Die Anleitung des jeweiligen Eierprodukts ist maßgeblich, weil Salzmenge, Temperatur und Schlupfzeit je nach Charge unterschiedlich sein können.

Der Ansatz sollte nicht direkt neben offenem Futter oder in einer schmutzigen Ecke stehen. Saubere Gefäße und eine überschaubare Menge erleichtern die Hygiene und helfen, nicht mehr Nauplien zu erzeugen, als tatsächlich verfüttert werden.

  • Nur saubere Behälter und Leitungen verwenden.
  • Die Produktangaben zu Salzmenge und Ansatztemperatur beachten.
  • Kleine Ansätze regelmäßig statt sehr große Mengen selten ansetzen.

Schlupf, Ernte und Spülen

Je nach Temperatur und Eiquelle schlüpfen Artemia häufig innerhalb von ungefähr einem bis zwei Tagen. Nach dem Ausschalten der Luft sammeln sich leere Schalen und nicht geschlüpfte Eier anders als die beweglichen Nauplien. Mit einer Lichtquelle lässt sich die Erntezone häufig besser orientieren.

Die Nauplien werden über ein sehr feines Sieb abgegossen und mit sauberem Wasser kurz gespült. So gelangt weniger Salzwasser in das Süßwasser-Aquarium. Anschließend werden sie zeitnah in kleinen Mengen verfüttert.

SchrittZielTypischer Fehler
AnsatzSauberer, belüfteter SchlupfraumZu große Menge ohne späteren Verbrauch.
ErnteBewegliche Nauplien vom Rest trennenSchalen und Salzwasser ungeprüft mitgeben.
SpülenSüßwasser-Aquarium möglichst wenig belastenZu grobes Sieb oder langes Lagern der Ernte.
FütternKleine Menge, die sichtbar aufgenommen wirdMehr geben, als Jungfische bewältigen können.

Nauplien passend verfüttern

Nicht jeder Jungfisch kann Artemia-Nauplien ab dem ersten Tag fressen. Sehr kleine Larven benötigen zunächst Infusorien oder andere feinste Nahrung. Erst wenn die Tiere die Nauplien sicher aufnehmen, wird Artemia zum passenden Baustein.

Auch bei geeigneter Maulgröße bleibt Artemia Ergänzung einer vielseitigen Fütterung. Kleine häufige Gaben helfen, die Aufnahme zu beobachten und Futterreste im Aufzucht-Aquarium zu begrenzen.

Häufige Fragen

Je nach Eiercharge, Temperatur und Ansatzbedingungen häufig ungefähr ein bis zwei Tage. Die Hinweise des konkreten Produkts sind verlässlicher als eine starre Universalzeit.

Nach dem Abgießen über ein feines Sieb und kurzem Spülen können sie zeitnah in kleinen Mengen verfüttert werden. Das Spülen verringert den Eintrag von Salzwasser.

Nein. Die erste Nahrung richtet sich nach Maulgröße und Entwicklungsstand. Für sehr kleine Larven können Infusorien oder feineres Aufzuchtfutter zunächst besser passen.

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Rainer Stolte – Aquaristik-Experte

Über den Autor

Rainer Stolte

Artemia ist für mich kein Selbstzweck. Ich setze nur so viel an, wie zur Jungfischgröße passt und im Aufzucht-Aquarium sauber verfüttert werden kann.