
Tiere & Besatz
Fische, Garnelen, Schnecken & Krebse – Auswahl, Pflege und Vergesellschaftung
Das Wichtigste auf einen Blick
Für Einsteiger eignen sich gut planbare Arten wie Guppy, Platy, Panzerwels und Neon-Salmler. Schwarmfische brauchen eine ausreichend große Artgruppe. Eine einzelne Literformel ersetzt keine Besatzplanung: Aquariumlänge, Endgröße, Wasserwerte und Verhalten werden gemeinsam bewertet. Nie alle Fische auf einmal einsetzen – das biologische Gleichgewicht braucht Zeit.
Die Auswahl der Aquarienbewohner ist eine der wichtigsten Entscheidungen in der Aquaristik. Nicht jeder Fisch passt in jedes Aquarium, und nicht alle Arten vertragen sich miteinander. Falsche Vergesellschaftung führt zu Stress, Aggression und im schlimmsten Fall zu Verlusten. Dieser Ratgeber erklärt, wie du die richtige Besatzdichte berechnest, welche Fische für Einsteiger geeignet sind und welche Kombinationen unbedingt vermieden werden sollten.
Neu: direkt nach Aquariumgröße planen
Welche Fische passen in mein Aquarium?
Für 54, 80, 100, 112, 160, 180, 240 und 350 Liter findest Du vollständige Besatzideen mit Gruppenstärken, Aquariumlänge, Wasserwerten und passenden internen Steckbriefen.
Besatz nach Aquariumgröße öffnenInhaltsverzeichnis
Besatzdichte richtig berechnen
Die Besatzdichte bestimmt, wie viele Fische in ein Aquarium passen. Zu viele Fische führen zu Stress, Aggression und schlechter Wasserqualität. Die richtige Balance hängt von Fischgröße, Aktivität und Sozialverhalten ab.
Schritt-für-Schritt: Besatz planen
Nettowasservolumen berechnen
Das Bruttovolumen (z. B. 100 Liter) ist nicht das Nettowasservolumen. Abzüglich Bodengrund, Deko und Technik bleiben oft nur 70–80 % übrig. Ein 100-Liter-Aquarium hat also real etwa 70–80 Liter Wasser.
Faustregel anwenden
Klassische Faustregel: 1 cm Fischlänge pro Liter Wasser. Aber Vorsicht: Diese Regel gilt nur für kleine, schlanke Fische (z. B. Neons). Hochrückige Fische (z. B. Skalare) brauchen mehr Platz.
Artspezifische Korrekturen
Bodenbewohner (z. B. Panzerwelse) zählen nach Grundfläche, nicht nach Volumen. Revierbildner (z. B. Kampffische) brauchen deutlich mehr Platz als die Faustregel angibt.
Schrittweise einsetzen
Nie alle Fische auf einmal einsetzen. Das biologische Gleichgewicht (Nitrit-Peak) braucht Zeit zur Anpassung. Erst 30–40 % des geplanten Besatzes einsetzen, nach 4–6 Wochen den Rest.
| Aquariumgröße | Nettowasser | Max. Fischlänge (gesamt) | Beispielbesatz |
|---|---|---|---|
| 54 Liter (60 cm) | ~40 Liter | 40 cm | 10 Neons + 6 Panzerwelse |
| 112 Liter (80 cm) | ~80 Liter | 80 cm | 15 Neons + 8 Panzerwelse + 2 Antennenwelse |
| 200 Liter (100 cm) | ~150 Liter | 150 cm | 20 Neons + 10 Panzerwelse + 4 Skalare |
| 350 Liter (120 cm) | ~260 Liter | 260 cm | Großes Gesellschaftsaquarium nach Wahl |
Fische für Einsteiger
Nicht jeder Fisch ist für Anfänger geeignet. Robuste Arten verzeihen Anfängerfehler bei Wasserwerten und Fütterung. Diese fünf Arten sind ideal für den Einstieg:
Vergesellschaftung – was passt zusammen?
Die Vergesellschaftung ist einer der häufigsten Fehler in der Aquaristik. Nicht alle Fische, die im selben Aquarium schwimmen, vertragen sich auch. Entscheidend sind Temperament, Revierbedürfnis, Wasserwerte und Größenunterschiede.
Unverträgliche Kombinationen
- • Kampffisch-Männchen untereinander (kämpfen bis zum Tod)
- • Sumatrabarben mit Fadenfischen oder Schleierflosser (Flossenfresser)
- • Aggressive Cichliden mit friedlichen Schwarmfischen
- • Raubfische mit kleinen Fischen (werden gefressen)
Mehr dazu: Vergesellschaftung im Aquarium – der vollständige Ratgeber
Schwarmfische richtig halten
Schwarmfische wie Neon-Salmler, Panzerwelse, Zebrabärblinge oder Sumatrabarben sind auf Artgenossen angewiesen. Einzelhaltung oder zu kleine Gruppen führen zu chronischem Stress, blassen Farben und verkürzter Lebenserwartung.
| Art | Mindestgruppe | Empfohlene Gruppe |
|---|---|---|
| Neon-Salmler | 6 Tiere | 10–20 Tiere |
| Panzerwels (Corydoras) | 6 Tiere | 8–12 Tiere |
| Zebrabärbling | 6 Tiere | 10–15 Tiere |
| Sumatrabarbe | 8 Tiere | 12–15 Tiere |
| Guppy | 3 Weibchen pro Männchen | 5–10 Tiere |
Garnelen & Krebse im Aquarium
Garnelen und Krebse sind faszinierende Aquarienbewohner, die das Aquarium beleben und als natürliche Reiniger fungieren. Red Fire, Crystal Red, Amano-Garnelen und Marmorkrebs sind die beliebtesten Arten. Wichtig: Viele Fische fressen Garnelen-Nachwuchs.
Alle Ratgeber zu Tieren & Besatz
Häufige Fragen zu Tieren & Besatz
Wie viele Fische passen in mein Aquarium?▼
Welche Fische sind für Anfänger geeignet?▼
Wie viele Schwarmfische brauche ich?▼
Können Fische und Garnelen zusammen gehalten werden?▼
Warum schwimmen meine Schwarmfische nicht zusammen?▼
Muss ich neue Fische in Quarantäne setzen?▼
Wie erkenne ich, ob meine Fische gestresst sind?▼
Wie berechne ich die Besatzdichte richtig?▼
Welche Fische passen nicht zusammen?▼
Wie lange dauert die Eingewöhnung neuer Fische?▼
