Hauptinhalt: Filtertypen und ihre Funktion
Die Wahl des richtigen Filtersystems ist entscheidend für die Gesundheit und Stabilität deines Aquariums. Jede Filterart hat spezifische Vor- und Nachteile sowie bevorzugte Einsatzbereiche. Im Folgenden werden die gängigsten Filtertypen detailliert vorgestellt.

Innenfilter sind kompakte Filtersysteme, die direkt im Aquarium platziert werden. Sie sind oft eine gute Wahl für kleinere Aquarien oder als Ergänzung zu anderen Filtersystemen.
Vorteile:
- Kompakt und platzsparend: Nimmt nur wenig Raum im Aquarium ein.
- Einfache Installation: Schnell und unkompliziert zu installieren, oft direkt mit Saugnäpfen an der Aquarienscheibe befestigt.
- Kostengünstig: In der Regel günstiger in der Anschaffung als Außenfilter.
- Gute mechanische Filterung: Effektiv bei der Entfernung von Schwebepartikel und grobem Schmutz.
Nachteile:
- Nimmt Platz im Aquarium ein: Kann die Gestaltungsmöglichkeiten einschränken und optisch störend wirken.
- Geringeres Filtervolumen: Bietet weniger Raum für Filtermedien, was die biologische Filterleistung limitieren kann.
- Oft weniger biologische Filterung: Aufgrund des geringeren Volumens und der oft schnelleren Durchflussraten ist die Ansiedlung von nitrifizierenden Bakterien eingeschränkter.
Einsatzbereiche:
- Kleine bis mittelgroße Aquarien: Ideal für Becken bis etwa 60-100 Liter.
- Aufzuchtbecken: Sanfte Strömung und einfache Handhabung sind vorteilhaft für Jungfische.
- Quarantänebecken: Einfache Reinigung und Desinfektion nach Gebrauch.

Außenfilter, auch als Topffilter bekannt, werden außerhalb des Aquariums platziert und sind über Schläuche mit dem Becken verbunden. Sie bieten in der Regel eine deutlich höhere Filterleistung und Flexibilität.
Vorteile:
- Hohes Filtervolumen: Bietet viel Platz für verschiedene Filtermedien (mechanisch, biologisch, chemisch), was eine exzellente Wasserreinigung ermöglicht.
- Nimmt keinen Platz im Aquarium ein: Erhält die volle Gestaltungsfreiheit im Becken.
- Flexibel bei Filtermedien: Ermöglicht die individuelle Bestückung mit spezifischen Filtermedien je nach Bedarf des Aquariums.
- Leistungsstark: Geeignet für große Aquarien und Becken mit hohem Fischbesatz.
Nachteile:
- Höherer Anschaffungspreis: Deutlich teurer als Innenfilter.
- Komplexere Installation und Wartung: Erfordert mehr Aufwand bei der Einrichtung und Reinigung.
- Potenzielle Leckagegefahr: Schläuche und Dichtungen müssen regelmäßig überprüft werden, um Wasserschäden zu vermeiden.
Einsatzbereiche:
- Mittelgroße bis große Aquarien: Besonders empfehlenswert für Becken ab 100 Litern aufwärts.
- Gesellschaftsbecken: Bewältigt die höhere biologische Last durch vielfältigen Fischbesatz.
- Anspruchsvolle Aquarien: Ideal für Aquarien mit empfindlichen Fischen oder Pflanzen, die eine konstant hohe Wasserqualität erfordern.

Der Hamburger Mattenfilter ist ein einfaches, aber äußerst effektives Filtersystem, das auf einer großen Filtermatte basiert, die einen Teil des Aquariums abtrennt. Er ist besonders für seine biologische Filterleistung bekannt.
Vorteile:
- Sehr gute biologische Filterung: Die große Oberfläche der Filtermatte bietet eine ideale Ansiedlungsfläche für nitrifizierende Bakterien.
- Wartungsarm: Muss nur selten gereinigt werden, da sich die Bakterienkultur gut etabliert.
- Langlebig: Die Filtermatte hat eine sehr lange Lebensdauer.
- Kostengünstig in der Herstellung: Kann oft mit einfachen Mitteln selbst gebaut werden.
Nachteile:
- Nimmt Platz im Aquarium ein: Die Filtermatte ist im Becken sichtbar und kann die Optik beeinträchtigen.
- Optik nicht für jeden ansprechend: Das schlichte Design ist nicht jedermanns Sache.
- Geringere mechanische Filterung: Grobe Schwebepartikel können sich vor der Matte ansammeln.
Einsatzbereiche:
- Garnelenbecken: Die sanfte Strömung und die fehlende Gefahr des Einsaugens von Garnelen sind ideal.
- Zuchtbecken: Bietet eine stabile Umgebung für Jungfische und Wirbellose.
- Aquarien mit geringem Fischbesatz: Wo eine hohe biologische Filterung wichtiger ist als eine starke mechanische Reinigung.

Ein Oberflächenabsauger, oft auch Skimmer genannt, ist ein kleines Gerät, das die Wasseroberfläche absaugt, um Kahmhaut und andere Oberflächenverschmutzungen zu entfernen.
Funktion:
- Saugt die oberste Wasserschicht ab, wo sich oft eine Kahmhaut aus Proteinen, Bakterien und Staub bildet.
Vorteile:
- Verbessert Gasaustausch: Durch die Entfernung der Kahmhaut kann Sauerstoff besser ins Wasser gelangen und CO2 entweichen.
- Verbessert die Optik: Eine klare Wasseroberfläche sieht ansprechender aus.
Einsatzbereiche:
- Bei Bedarf: Wenn sich eine Kahmhaut bildet, die den Gasaustausch behindert oder optisch stört.
- Oft in Kombination mit anderen Filtern: Skimmer sind keine vollständigen Filtersysteme, sondern ergänzen bestehende Filteranlagen.