Pflanzen & Deko
Von der richtigen Bepflanzung bis zum perfekten Aquascaping
Warum Pflanzen mehr als Dekoration sind
Aquarienpflanzen sind keine optionale Dekoration - sie sind ein funktionaler Bestandteil des Ökosystems. Sie produzieren Sauerstoff, entziehen dem Wasser Schadstoffe wie Nitrat und Phosphat, und bieten Fischen Verstecke und Laichplätze. Ein gut bepflanztes Aquarium ist stabiler und pflegeleichter als ein unbepflanztes Becken.
Typische Probleme entstehen durch falsche Pflanzenauswahl oder Vernachlässigung. Zu wenig Licht führt zu kümmerndem Wuchs. Fehlende Düngung lässt Pflanzen verkümmern und macht sie anfällig für Algen. Zu dichte Bepflanzung verhindert Wasserzirkulation. Die richtige Auswahl, Platzierung und Pflege sind entscheidend für gesundes Pflanzenwachstum.
Was du auf dieser Seite lernst:
- Wie du Pflanzen nach Lichtbedarf und Wuchshöhe auswählst
- Welche Pflanzen für Einsteiger geeignet sind
- Wie du Pflanzen richtig schneidest und vermehrst
- Wie du Hardscape (Wurzeln, Steine) wirkungsvoll einsetzt
Aquarienpflanzen richtig einsetzen - Schritt für Schritt
Das Einsetzen von Aquarienpflanzen ist keine Raketenwissenschaft - aber ein paar Grundregeln sollten beachtet werden. Falsch eingesetzte Pflanzen treiben auf, wurzeln nicht oder kümmern vor sich hin. Die richtige Vorbereitung und Platzierung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Pflanzen einsetzen
1Pflanzen vorbereiten
Topf und Steinwolle entfernen - beides gehört nicht ins Aquarium. Wurzeln auf 2-3 cm kürzen, das fördert neues Wurzelwachstum. Gelbe oder beschädigte Blätter abschneiden. Pflanzen kurz in Aquarienwasser wässern, damit sie sich akklimatisieren.
2Pflanzplan erstellen
Vordergrund: Kleine, bodendeckende Pflanzen (5-15 cm). Mittelgrund: Mittelhohe Pflanzen (15-30 cm). Hintergrund: Große, schnellwachsende Pflanzen (30-50 cm). Seitenbereiche: Solitärpflanzen als Blickfang. Nie zu dicht pflanzen - Pflanzen wachsen und brauchen Platz.
3Stängelpflanzen einsetzen
Stängelpflanzen (z.B. Cabomba, Ludwigia) in Gruppen von 3-5 Stängeln setzen. Mit Pinzette tief in den Bodengrund stecken (3-4 cm). Nicht zu fest drücken, sonst brechen die Stängel. Abstand zwischen den Gruppen lassen - sie wachsen schnell zusammen.
4Rosettenpflanzen einsetzen
Rosettenpflanzen (z.B. Echinodorus, Cryptocoryne) nur so tief einsetzen, dass der Wurzelhals noch sichtbar ist. Zu tiefes Einsetzen führt zu Fäulnis. Wurzeln vorsichtig ausbreiten. Bei großen Pflanzen Wurzelballen halbieren, das fördert Verzweigung.
5Aufsitzerpflanzen befestigen
Aufsitzerpflanzen (Javafarn, Anubias) nie in den Bodengrund setzen - das Rhizom fault. Stattdessen mit Angelschnur oder Sekundenkleber (Cyanacrylat) auf Wurzeln oder Steinen befestigen. Nach 2-3 Wochen sind sie angewachsen und die Schnur kann entfernt werden.
Übersicht: Pflanzen nach Lichtbedarf
| Lichtbedarf | Beispiele | Beleuchtungsdauer | CO2 notwendig? |
|---|---|---|---|
| Wenig Licht | Javafarn, Anubias, Cryptocoryne, Javamoos | 8-10 Stunden | Nein |
| Mittleres Licht | Vallisnerien, Echinodorus, Hygrophila, Ludwigia | 8-10 Stunden | Optional |
| Viel Licht | Bodendecker (HC Cuba, Glosso), rote Pflanzen, Cabomba | 10-12 Stunden | Ja |
[PRODUKT 1 - PflanzenDeko]
[Produktbeschreibung wird später eingefügt]
- Steinwolle nicht entfernen - verhindert Wurzelbildung und fault
- Aufsitzerpflanzen in den Bodengrund setzen - Rhizom fault ab
- Zu dicht pflanzen - Pflanzen brauchen Platz zum Wachsen
- Anspruchsvolle Pflanzen ohne ausreichend Licht - kümmern und werden von Algen überwuchert
[PRODUKT 2 - PflanzenDeko]
[Produktbeschreibung wird später eingefügt]
Praxisbeispiel: Pflanzen wachsen nicht, Algen breiten sich aus
Szenario
Ein 112-Liter-Aquarium ist seit 6 Wochen in Betrieb. Die Pflanzen (Vallisnerien, Javafarn, Anubias) wachsen kaum. Stattdessen breiten sich Grünalgen auf den Blättern aus. Beleuchtung läuft 10 Stunden täglich. Gedüngt wird nicht.
Nährstoffmangel. Pflanzen brauchen nicht nur Licht, sondern auch Makronährstoffe (Stickstoff, Phosphor, Kalium) und Mikronährstoffe (Eisen, Mangan etc.). Ohne Düngung verhungern sie langsam. Algen nutzen die Lücke und breiten sich aus.
Pflanzen konkurrieren mit Algen um Nährstoffe. Wenn Pflanzen nicht wachsen, gewinnen Algen. Die gewählten Pflanzen sind anspruchslos - aber auch sie brauchen Grundversorgung. Javafarn und Anubias wachsen langsam und zeigen Mangel erst spät.
Flüssigdünger (NPK + Eisen) wöchentlich zugeben. Zusätzlich schnellwachsende Pflanzen einsetzen (Wasserpest, Hornkraut) - sie entziehen Algen die Nährstoffe. Algenbelag mechanisch entfernen. Nach 2-3 Wochen sollte sich das Gleichgewicht zugunsten der Pflanzen verschieben.
Checkliste: Pflanzenpflege
Diese Checkliste hilft dir, deine Pflanzen gesund zu halten. Alle 2 Wochen durchgehen.
Aquarium Wissen Produkt 1
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Häufig gestellte Fragen zu Pflanzen
Robuste Arten mit geringem Lichtbedarf: Javafarn, Anubias, Vallisnerien, Wasserpest, Javamoos. Sie verzeihen Anfängerfehler und wachsen auch ohne CO2. Finger weg von Bodendeckern und roten Pflanzen - die brauchen viel Licht und CO2.
Ja, unbedingt. Auch anspruchslose Pflanzen brauchen Nährstoffe. Fischfutter allein reicht nicht aus. Flüssigdünger (NPK) wöchentlich zugeben. Eisendünger bei Bedarf (gelbe Blätter). Bodendünger (Tabs) für Rosettenpflanzen. Ohne Düngung kümmern Pflanzen und Algen übernehmen.
Eisenmangel. Eisen ist wichtig für die Chlorophyllbildung. Ohne Eisen werden Blätter hell und gelblich. Lösung: Eisendünger zugeben. Auch Lichtmangel kann zu hellen Blättern führen - dann aber eher blass-grün statt gelb.
Nein, die meisten Teichpflanzen sind keine echten Wasserpflanzen und gehen im Aquarium ein. Ausnahme: Wasserpest (Elodea) funktioniert in beiden Welten. Besser: Aquarienpflanzen vom Fachhändler kaufen - die sind an submerse (untergetauchte) Haltung angepasst.
Mit scharfer Schere schräg abschneiden. Oberen Teil (Kopfsteckling) neu einsetzen - er wächst weiter. Unteren Teil entweder entfernen oder stehen lassen - er treibt neue Seitentriebe. Nie zu viele Pflanzen auf einmal schneiden - das stresst das Becken.
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Kurz erklärt: Pflanzen im Aquarium
Pflanzen sind funktional, nicht nur dekorativ. Sie produzieren Sauerstoff, entziehen dem Wasser Schadstoffe und konkurrieren mit Algen um Nährstoffe. Die richtige Auswahl nach Lichtbedarf ist entscheidend. Anspruchslose Pflanzen (Javafarn, Anubias) funktionieren auch ohne CO2.
Pflanzen brauchen Nährstoffe - Flüssigdünger wöchentlich zugeben. Ohne Düngung kümmern sie und Algen übernehmen. Regelmäßiger Schnitt fördert Verzweigung und verhindert Überwucherung. Aufsitzerpflanzen nie in den Bodengrund setzen - das Rhizom fault. Hardscape (Wurzeln, Steine) strukturiert das Becken und bietet Befestigungsmöglichkeiten.