CO₂-Diffusor mit Blasen im Pflanzaquarium
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Aquarium CO₂-Rechner

pH-Wert und KH-Wert eingeben – sofort den CO₂-Gehalt im Aquariumwasser berechnen, mit Ampel-Bewertung und Handlungsempfehlung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • ✓ Der ideale CO₂-Gehalt im Aquarium liegt zwischen 15 und 30 mg/L
  • ✓ Berechnung über die Formel: CO₂ = 3 × KH × 10^(7 − pH)
  • ✓ Ab 30 mg/L beginnen Fische Stress zu zeigen – über 40 mg/L wird es gefährlich
  • ✓ Huminsäuren (Torf, Moorkienholz) verfälschen das Ergebnis

CO₂-Gehalt berechnen

Gib die aktuellen Messwerte deines Aquariums ein. Die Werte findest du mit einem pH-Testkit und einem KH-Testkit.

Typischer Bereich im Süßwasseraquarium: 6,5 – 7,5

Typischer Bereich im Süßwasseraquarium: 4 – 12 °dH

Hinweis: Dieser Rechner liefert Orientierungswerte auf Basis der etablierten Aquaristik-Formel CO₂ = 3 × KH × 10^(7−pH). Die tatsächlichen Werte können abweichen, insbesondere in Schwarzwasserbecken oder bei Verwendung von Torf und Moorkienholz, da organische Säuren den pH-Wert unabhängig vom CO₂-Gehalt senken. Die Ergebnisse ersetzen keine direkte CO₂-Messung mit einem Drop Checker oder einem CO₂-Dauertest.
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CO₂-Referenztabelle: pH × KH

Das Wichtigste auf einen Blick

Die Tabelle zeigt den CO₂-Gehalt für typische pH- und KH-Kombinationen. Grün markierte Felder liegen im optimalen Bereich (15–30 mg/L).

Viele Aquarianer messen pH und KH regelmäßig, wissen aber nicht, was die Kombination beider Werte über den CO₂-Gehalt aussagt. Diese Tabelle schafft auf einen Blick Klarheit. Besonders hilfreich: Wenn der pH-Wert morgens und abends schwankt, lässt sich damit direkt ablesen, wie stark der CO₂-Gehalt im Tagesverlauf variiert – ein wichtiger Hinweis auf die Effizienz der CO₂-Anlage.

pH \ KH3 °dH4 °dH6 °dH8 °dH10 °dH12 °dH
pH 6.090120180240300360
pH 6.52838577695114
pH 7.091218243036
pH 7.26811151923
pH 7.53468911
pH 8.0< 112234

Alle Werte in mg/L. Grün = optimal (15–30 mg/L), Gelb = erhöht, Rot = zu viel oder zu wenig.

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Warum CO₂ im Aquarium so wichtig ist

Das Wichtigste auf einen Blick

CO₂ ist der wichtigste Nährstoff für Aquarienpflanzen – wichtiger als Dünger oder Licht. Ohne ausreichend CO₂ können Pflanzen selbst bei optimaler Beleuchtung kaum wachsen.

CO₂ ist der Kohlenstofflieferant für die Photosynthese. Pflanzen nehmen CO₂ aus dem Wasser auf und bauen daraus mit Hilfe von Licht und Nährstoffen neue Zellen auf. Fehlt CO₂, stagniert das Wachstum – egal wie gut die Beleuchtung ist oder wie viel Dünger zugegeben wird. Das ist der häufigste Grund, warum Pflanzen in gut ausgestatteten Aquarien trotzdem nicht wachsen wollen.

Gleichzeitig ist CO₂ der wichtigste pH-Puffer im Süßwasseraquarium. CO₂ löst sich im Wasser zu Kohlensäure (H₂CO₃), die den pH-Wert senkt. Deshalb ist der pH-Wert morgens nach der Nacht (wenn die CO₂-Anlage aus war und Pflanzen CO₂ produziert haben) oft höher als abends nach einem langen Beleuchtungstag. Diese tägliche pH-Schwankung ist ein direktes Maß für die biologische Aktivität im Becken.

Für Fische ist CO₂ in normalen Konzentrationen unproblematisch. Erst ab etwa 30 mg/L beginnen empfindliche Arten Stress zu zeigen, weil erhöhtes CO₂ die Sauerstoffaufnahme im Blut erschwert. Das klassische Warnsignal: Fische, die an der Wasseroberfläche nach Luft schnappen – obwohl der Sauerstoffgehalt eigentlich ausreichend ist.

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Wann die Formel nicht stimmt

Das Wichtigste auf einen Blick

In Schwarzwasserbecken oder bei Verwendung von Torf verfälschen Huminsäuren das Ergebnis. Der berechnete CO₂-Wert ist dann zu hoch – das Wasser enthält in Wirklichkeit weniger CO₂.

Die Formel CO₂ = 3 × KH × 10^(7−pH) setzt voraus, dass der pH-Wert ausschließlich durch das CO₂/Karbonat-Gleichgewicht bestimmt wird. Das ist in den meisten Süßwasseraquarien mit normalem Leitungswasser der Fall. Sobald aber andere Säuren ins Spiel kommen, stimmt die Berechnung nicht mehr.

Das klassische Beispiel ist das Schwarzwasseraquarium: Moorkienholz, Erlenzapfen oder Torf geben Huminsäuren ins Wasser ab. Diese Säuren senken den pH-Wert, ohne dass CO₂ dafür verantwortlich ist. Wer in einem solchen Becken pH 6,5 und KH 3 misst und die Formel anwendet, bekommt einen rechnerischen CO₂-Wert von fast 90 mg/L – was sofort tödlich für Fische wäre. Tatsächlich ist das Wasser aber völlig in Ordnung, weil der niedrige pH durch Huminsäuren verursacht wird.

In solchen Fällen ist ein Drop Checker (CO₂-Dauertest) die zuverlässigere Methode zur CO₂-Kontrolle. Der Drop Checker reagiert direkt auf den CO₂-Gehalt in der Luft über dem Wasser und wird nicht durch organische Säuren beeinflusst.

BeckentypFormel zuverlässig?Empfehlung
Normales Leitungswasser, KH > 3Ja – sehr zuverlässigRechner verwenden
Osmosewasser mit KH-AufhärtungJa – zuverlässigRechner verwenden
Moorkienholz / ErlenzapfenEingeschränktZusätzlich Drop Checker nutzen
Torf-FilterungNein – verfälschtNur Drop Checker verwenden
Schwarzwasserbecken (pH < 6)Nein – stark verfälschtNur Drop Checker verwenden
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Häufige Fragen zum CO₂-Rechner

Die Formel CO₂ = 3 × KH × 10^(7-pH) ist eine etablierte Näherungsformel, die in der Aquaristik weit verbreitet ist. Sie liefert zuverlässige Ergebnisse, solange keine anderen Säuren (z. B. Huminsäuren aus Torf oder Moorkienholz) den pH-Wert beeinflussen. In Schwarzwasserbecken oder bei Verwendung von Torf kann die Berechnung abweichen.

Der optimale CO₂-Gehalt für ein bepflanztes Aquarium liegt zwischen 15 und 30 mg/L. Dieser Bereich ermöglicht gutes Pflanzenwachstum, ohne Fische zu gefährden. Für anspruchslose Pflanzen reichen bereits 10–15 mg/L aus.

Ab etwa 30 mg/L beginnen empfindliche Fische Stress zu zeigen. Über 40 mg/L ist es für die meisten Fische gefährlich. Bei über 50 mg/L besteht akute Erstickungsgefahr. Fische, die an der Wasseroberfläche schnappen, sind ein deutliches Warnsignal.

KH (Karbonathärte) und CO₂ stehen in einem chemischen Gleichgewicht mit dem pH-Wert. Karbonate puffern den pH-Wert – je mehr CO₂ im Wasser gelöst ist, desto mehr Kohlensäure entsteht, die den pH senkt. Bei gleichem pH-Wert enthält ein Becken mit höherem KH-Wert mehr CO₂.

Ja, mit Bio-CO₂ (Hefe-Zucker-Gemisch) lässt sich CO₂ kostengünstig einbringen. Allerdings ist die CO₂-Menge schwer zu kontrollieren und schwankt stark. Für ernsthafte Pflanzenpflege ist eine Druckgas-CO₂-Anlage mit Magnetventil und Nadelventil die zuverlässigere Wahl.

Ja, unbedingt. Nachts betreiben Pflanzen keine Photosynthese und verbrauchen kein CO₂ – im Gegenteil, sie geben CO₂ ab. Die CO₂-Anlage sollte über ein Magnetventil mit Zeitschaltuhr gesteuert werden und etwa 1 Stunde vor dem Einschalten des Lichts starten.

KH-Testkits (Tropfentests) von JBL, Tetra oder API liefern zuverlässige Ergebnisse. Digitale Leitwertmessgeräte messen den KH-Wert nicht direkt. Für genaue Ergebnisse das Wasser vor dem Test auf Raumtemperatur bringen und den Test nach Anleitung durchführen.

Starke pH-Schwankungen (mehr als 0,5 Einheiten täglich) sind ein Zeichen für einen instabilen Karbonathärte-Puffer. Ursachen können zu niedriger KH-Wert, übermäßige CO₂-Zugabe oder biologische Prozesse sein. KH-Wert auf mindestens 4–6 °dH anheben und CO₂-Anlage mit Magnetventil steuern.

Ja, mit einem Drop Checker (CO₂-Dauertest) lässt sich der CO₂-Gehalt kontinuierlich überwachen. Die Indikatorflüssigkeit wechselt die Farbe: Gelb = zu viel CO₂, Grün = optimal, Blau = zu wenig. Drop Checker reagieren allerdings mit 1–2 Stunden Verzögerung.

Ja, wärmeres Wasser kann weniger CO₂ lösen. Bei 25 °C ist die CO₂-Löslichkeit deutlich geringer als bei 20 °C. In wärmeren Becken (Diskus, Tropenfische) muss die CO₂-Anlage entsprechend angepasst werden, um denselben Gehalt zu erreichen.

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Rainer Stolte

Autor

Rainer Stolte

Rainer Stolte beschäftigt sich seit über 30 Jahren leidenschaftlich mit der Aquaristik. Die Berechnungsgrundlagen dieses Rechners basieren auf etablierten Richtwerten der Aquaristik-Praxis sowie seiner Erfahrung als Produktentwickler für Aquaristik-Pflegeprodukte in 23 Ländern.

„Ich wünsche dir klares Wasser, gesunde Pflanzen und neugierige Fische. Dein Rainer Stolte."