Aquaristik-Glossar
Alle wichtigen Fachbegriffe der Aquaristik verständlich erklärt – von A bis Z
A
Anubias (Speerblatt)
Robuste Aufsitzerpflanze aus dem tropischen West- und Zentralafrika. Das Rhizom (horizontaler Wurzelstock) muss immer frei liegen und darf niemals eingegraben werden. Kein CO₂ nötig, sehr schattenverträglich. Barschfest durch Bitterstoffe. Viele Sorten: nana (5–15 cm), nana petite (3–6 cm), barteri (bis 40 cm), coffeefolia (gewellte Blätter). Temperatur: 22–28 °C, pH 6,0–8,0.
Mehr erfahren →Amanogarnele
Caridina multidentata, eine beliebte Süßwassergarnele aus Japan. Sehr effektiver Algenfresser (besonders Fadenalgen), friedlich, Größe bis 6 cm. Benötigt sauberes, sauerstoffreiches Wasser.
Mehr erfahren →Ammoniak (NH₃)
Hochgiftiges Stoffwechselprodukt von Fischen, entsteht aus Kot und Futterresten. Bei pH über 7 liegt Ammoniak in giftiger Form vor. Wird von Nitrosomonas-Bakterien zu Nitrit abgebaut.
Mehr erfahren →Ammonium (NH₄⁺)
Ungiftige Form von Ammoniak bei pH unter 7. Wird von Pflanzen als Nährstoff aufgenommen. Entsteht aus Fischkot, Futterresten und abgestorbenen Pflanzenteilen.
Mehr erfahren →Antennenwels (Ancistrus spec.)
Beliebter Harnischwels aus Südamerika, bekannt als Algenfresser und Höhlenbrüter. Männchen tragen charakteristische, verzweigte Tentakel (Antennen) auf dem Kopf. Wird 12–15 cm groß, bis zu 20 Jahre alt und ist für Anfänger sehr gut geeignet.
Mehr erfahren →Antennenwels (Ancistrus cirrhosus)
Der klassische Antennenwels – einer der beliebtesten Aquarienfische überhaupt. Unermüdlicher Algenfresser, friedlicher Mitbewohner und faszinierender Höhlenbrüter. Holz im Aquarium ist für seine Verdauung unverzichtbar. Lebenserwartung bis 20 Jahre.
Mehr erfahren →Aquascaping
Kunst der Aquariengestaltung mit Fokus auf ästhetische Landschaften. Verwendet Hardscape (Steine, Wurzeln), Pflanzen und Bodengrund. Beliebte Stile: Iwagumi, Nature Aquarium, Dschungel-Stil.
Mehr erfahren →Artemia
Salzwasserkrebse (Urzeitkrebse), deren Nauplien als hochwertiges Lebendfutter für Jungfische dienen. Eier sind lange haltbar und können bei Bedarf geschlüpft werden.
Mehr erfahren →B
Bakterienblüte
Milchig-trübes Wasser durch explosionsartige Vermehrung von Bakterien. Tritt häufig in der Einlaufphase oder nach Überfütterung auf. Meist harmlos, verschwindet nach 3-7 Tagen von selbst.
Mehr erfahren →Beleuchtungsdauer
Empfohlene Leuchtdauer: 8-10 Stunden täglich. Längere Beleuchtung fördert Algenwachstum. Kürzere Dauer hemmt Pflanzenwachstum. Timer sorgt für konstanten Tag-Nacht-Rhythmus.
Mehr erfahren →Biofilm
Dünner Bakterienfilm auf Oberflächen (Scheiben, Deko, Pflanzen). Wichtiger Teil der Filterbiologie, baut organische Stoffe ab. Wird von Garnelen und Welsen abgeweidet.
Mehr erfahren →Blaualgen (Cyanobakterien)
Schmierige, blaugrüne bis schwarze Beläge mit fauligem Geruch. Keine echten Algen, sondern Bakterien. Können Toxine produzieren. Ursachen: Sauerstoffmangel, zu wenig Strömung, organische Belastung.
Mehr erfahren →Bodengrund
Substrat am Aquarienboden. Kies (2-5mm) für Fische, Soil (nährstoffreich) für Pflanzen, Sand für Bodenfische. Wichtig für Bakterienansiedlung und Pflanzenwurzeln.
Mehr erfahren →Buntbarsche (Cichliden)
Artenreiche Fischfamilie (Cichlidae) mit über 1.700 beschriebenen Arten aus Afrika, Süd- und Mittelamerika sowie Asien. Bekannt für intensives Brutpflegeverhalten (Offenbrüter, Höhlenbrüter, Maulbrüter) und ausgepragte Revierverteidigung. Beliebte Aquarienarten: Diskus, Skalare, Schmetterlingsbuntbarsch, Apistogramma, Malawi-Cichliden.
Mehr erfahren →C
CO₂-Anlage
Kohlendioxid-Düngung für Aquarienpflanzen. Besteht aus Druckflasche, Druckminderer, Blasenzähler und Diffusor. Beschleunigt Pflanzenwachstum deutlich, senkt pH-Wert. Ideal: 20-30 mg/l CO₂.
Mehr erfahren →Chlor
Desinfektionsmittel im Leitungswasser, giftig für Fische und Filterbiologie. Muss vor Wasserwechsel mit Wasseraufbereiter neutralisiert oder 24h ausgegast werden.
Mehr erfahren →Cryptocoryne (Wasserkelch)
Beliebte Rosettenpflanze aus Süd- und Südostasien mit über 60 Arten. Sehr schattenverträglich und CO₂-unabhängig. Bekannt für die 'Cryptocorynenfäule' – eine Stressreaktion auf plötzliche Wasserveränderungen, von der sich die Pflanze meist erholt.
Mehr erfahren →D
Denitrifikation
Abbau von Nitrat (NO₃) zu Stickstoff (N₂) durch anaerobe Bakterien in sauerstoffarmen Zonen. Findet im Bodengrund oder speziellen Nitratfiltern statt. Senkt Nitratwerte natürlich.
Mehr erfahren →Diffusor
Gerät zur Einbringung von CO₂ ins Aquarium. Zerstäubt CO₂ in feine Bläschen für bessere Löslichkeit. Arten: Keramik-Diffusor, Inline-Diffusor, Flipper.
Mehr erfahren →Diskusfisch (Symphysodon)
Scheibenbuntbarsch aus dem Amazonasbecken, gilt als "König der Aquarienfische". Benötigt weiches, warmes Wasser (28–30 °C, pH 6,0–7,0) und mehrmals tägliche Fütterung. Besonderheit: Jungfische ernähren sich vom Hautsekret der Eltern. Für Fortgeschrittene.
Mehr erfahren →E
Einlaufphase
Erste 3-6 Wochen nach Aquarium-Einrichtung. Filterbiologie baut sich auf, Bakterien besiedeln Filter und Bodengrund. Nitrit-Peak nach 2-3 Wochen. Erst danach Fische einsetzen.
Mehr erfahren →Eisenmangel
Nährstoffmangel bei Pflanzen, erkennbar an gelben jungen Blättern mit grünen Adern (Chlorose). Eisen ist wichtig für Chlorophyllbildung. Behebung durch Eisendünger (Fe²⁺ oder Fe³⁺).
Mehr erfahren →Echinodorus (Schwertpflanze)
Große Rosettenpflanze aus Süd- und Mittelamerika. Mit schwertförmigen Blättern, die je nach Art 20–60 cm lang werden. Bodenwurzler – benötigt nährstoffreichen Bodengrund. Kein CO₂ nötig, aber gute Beleuchtung wichtig. Über 30 Arten und viele Zuchtformen. Bildet Ausläufer mit Jungpflanzen. Temperatur: 20–28 °C, pH 6,0–8,0.
Mehr erfahren →F
Fadenalgen
Lange, grüne Algenfäden, die sich um Pflanzen und Deko wickeln. Ursachen: Phosphatüberschuss, zu viel Licht, CO₂-Mangel. Bekämpfung: mechanisch entfernen, Amanogarnelen, Nährstoffbalance.
Mehr erfahren →Filterbakterien
Nützliche Bakterien im Filter, die Ammoniak und Nitrit abbauen. Nitrosomonas wandelt Ammoniak zu Nitrit, Nitrobacter wandelt Nitrit zu Nitrat. Basis der biologischen Filterung.
Mehr erfahren →Filterung
Reinigung des Aquarienwassers. Mechanisch (Schmutzpartikel), biologisch (Bakterien bauen Schadstoffe ab), chemisch (Aktivkohle, Zeolith). Filtervolumen: mindestens 3-5% des Aquarienvolumens.
Mehr erfahren →G
GH (Gesamthärte)
Summe aller Calcium- und Magnesium-Ionen im Wasser. Gemessen in °dH. Weiches Wasser: 0-8°dH, mittel: 8-14°dH, hart: über 14°dH. Wichtig für Fische, Pflanzen und pH-Stabilität.
Mehr erfahren →Garnelen
Kleine Süßwasserkrebse, beliebt als Algenfresser und Resteverwerter. Arten: Amanogarnele (Algenfresser), Bienengarnele (Zucht), Fächergarnele (Filtrierer). Benötigen sauberes, sauerstoffreiches Wasser.
Mehr erfahren →Guppy (Poecilia reticulata)
Weltweit meistgehaltener Süßwasserfisch aus der Familie der Lebendgebärenden Zahnkarpfen. Männchen sind kleiner (2,5–3,5 cm) und farbenprächtig, Weibchen größer (4–6 cm) und unscheinbarer. Robust, anfängergeeignet, vermehren sich leicht. Benötigen mind. 60 Liter, pH 6,8–8,5, Temperatur 22–28 °C.
Mehr erfahren →Glossostigma (Glossostigma elatinoides)
Kleinste Bodendecker-Pflanze aus Australien und Neuseeland. Bildet dichte, hellgrüne Teppiche im Vordergrund. Benötigt viel Licht (mind. 0,5 W/Liter) und CO₂-Düngung für optimales Wachstum. Sehr beliebt im Aquascaping. Schwierigkeitsgrad: mittel bis anspruchsvoll. Temperatur: 15–26 °C, pH 5,5–7,5.
Mehr erfahren →H
Hardscape
Dekorationselemente im Aquascaping: Steine (z.B. Drachenstein, Seiryu), Wurzeln (Moorkien, Mangrove). Bildet das Grundgerüst der Aquarienlandschaft vor der Bepflanzung.
Mehr erfahren →Honig-Gurami (Trichogaster chuna)
Sanftmütiger Zwergurami aus Bangladesch und Nordostindien. Männchen im Prachtkleid goldorange mit tiefblauem Bauch. Labyrinthorgan ermöglicht Luftatmung. Schaumnest-Bauer, ideal für bepflanzte Gemeinschaftsbecken. Größe: 3–5 cm, Temperatur: 24–28 °C, pH 6,0–7,5. Mindestbecken: 60 Liter.
Mehr erfahren →Huminstoffe
Organische Verbindungen aus Laub, Wurzeln oder Erlenzapfen. Färben Wasser gelblich-braun, senken pH-Wert, wirken antibakteriell. Wichtig für Schwarzwasser-Biotope (z.B. Diskus, Salmler).
Mehr erfahren →I
Iwagumi
Minimalistischer Aquascaping-Stil mit Fokus auf Steinen. Verwendet ungerade Anzahl Steine (meist 3, 5 oder 7), Bodendecker-Pflanzen. Japanischer Ursprung, betont Harmonie und Balance.
Mehr erfahren →J
Javafarn (Microsorum pteropus)
Klassische Aufsitzerpflanze aus Südostasien. Rhizom muss an Wurzelholz oder Steinen befestigt werden – niemals eingraben! Sehr schattenverträglich, kein CO₂ nötig, auch für Buntbarsch- und Goldfish-Becken geeignet. Wächst langsam (1–2 Blätter/Monat). Vermehrung über Rhizomteilung und adventive Jungpflanzen auf Blättern. Temperatur: 18–30 °C, pH 6,0–8,0.
Mehr erfahren →Javamoos (Taxiphyllum barbieri)
Vielseitiges Moos aus Südostasien. Wächst auf Wurzeln, Steinen und Rückwänden. Sehr beliebt bei Garnelen und Jungfischen als Versteck und Nahrungsquelle. Kein CO₂ nötig, sehr robust. Regelmäßiges Ausdünnen verhindert Fäulnis im Inneren. Temperatur: 18–28 °C.
Mehr erfahren →K
Kampffisch (Betta splendens)
Siamesischer Kampffisch, Labyrinthfisch aus Südostasien. Männchen sind extrem aggressiv untereinander und müssen einzeln gehalten werden. Bekannt für prächtige Flossen und Farben. Atmet über Labyrinth-Organ auch Luft. Mindestbecken: 54 Liter.
Mehr erfahren →Kakadu-Zwergbuntbarsch (Apistogramma cacatuoides)
Zwergbuntbarsch aus dem Amazonasbecken mit spektakulär verlängerter Rückenflosse (wie ein Kakadu-Kamm). Die anfängerfreundlichste Apistogramma-Art: toleriert bis 12 °dGH, pH 5,5–7,6, 23–28 °C. Höhlenbrüter mit faszinierender Brutpflege durch das Weibchen. Mindestbecken: 150 Liter (Pärchen).
Mehr erfahren →KH (Karbonathrärte)
Pufferkapazität des Wassers, stabilisiert pH-Wert. Gemessen in °dH. Ideal: 3-8°dH. Niedrige KH → pH-Wert instabil. Hohe KH → pH-Wert schwer zu senken. Wichtig für CO₂-Düngung.
Mehr erfahren →Kieselalgen
Braune, schmierige Beläge auf Scheiben und Pflanzen. Häufig in neuen Aquarien (Einlaufphase) oder bei Silikatüberschuss im Leitungswasser. Verschwinden meist nach 4-8 Wochen von selbst.
Mehr erfahren →L
Ludwigia (Heusenkraut)
Attraktive Stängelpflanze aus Nord- und Mittelamerika mit bicoloren Blättern (grüne Oberseite, rote Unterseite). Für intensive Rotfärbung sind viel Licht (mind. 0,5 W/l), Eisendüngung und idealerweise CO₂ nötig. Ohne ausreichend Licht bleibt sie grün. Vermehrung durch Stecklinge. Bevorzugt weiches bis mittelhärtes Wasser, pH 6,0–8,0.
Mehr erfahren →Leitwert
Elektrische Leitfähigkeit des Wassers, gemessen in µS/cm. Zeigt Gesamtmenge gelöster Salze an. Osmosewasser: 0-50 µS/cm, Leitungswasser: 300-800 µS/cm. Wichtig für Weichwasserfische.
Mehr erfahren →Lumen
Maßeinheit für Lichtstrom. Für Aquarien: 20-40 Lumen pro Liter für anspruchslose Pflanzen, 40-60 für anspruchsvolle. Wichtiger als Watt-Angabe bei LED-Beleuchtung.
Mehr erfahren →M
Mulm
Organische Ablagerungen im Bodengrund (Kot, Futterreste, abgestorbene Pflanzenteile). In Maßen nützlich (Nährstoffe für Pflanzen), zu viel führt zu Fäulnis und Nitratanstieg.
Mehr erfahren →Black Molly (Poecilia sphenops)
Pechschwarze Zuchtform des Spitzmaulkärpflings. Lebendgebärend, salztolerant und hartwasserliebend (GH 10–25, pH 7,0–8,0). Algenfresser mit hohem Pflanzenanteil in der Ernährung. Haltung im Harem (1 Männchen, 3–5 Weibchen). Ideal für deutsches Leitungswasser.
Mehr erfahren →N
Neon-Salmler (Paracheirodon innesi)
Einer der bekanntesten Aquarienfische weltweit. Charakteristisch: irideszenter blauer Längsstreifen und leuchtend roter Bauch. Schwarmfisch (mind. 10 Tiere), bevorzugt weiches, leicht saures Wasser (GH 2–10, pH 6,0–6,8) und Temperaturen von 20–26 °C. Empfindlich gegenüber der unheilbaren Neon-Seuche.
Mehr erfahren →Nitrat (NO₃)
Endprodukt des Stickstoffkreislaufs, ungiftig in niedriger Konzentration. Ideal: unter 25 mg/l. Über 50 mg/l fördert Algenwachstum. Wird durch Wasserwechsel und Pflanzen reduziert.
Mehr erfahren →Nitrit (NO₂)
Hochgiftiges Zwischenprodukt im Stickstoffkreislauf. Blockiert Sauerstofftransport im Fischblut. Ideal: 0 mg/l. Über 0,2 mg/l gefährlich. Tritt in Einlaufphase (Nitrit-Peak) oder bei Filterstörung auf.
Mehr erfahren →Nitrobacter
Bakteriengattung, die Nitrit (NO₂) zu Nitrat (NO₃) oxidiert. Zweite Stufe der Nitrifikation. Siedelt sich langsamer an als Nitrosomonas, daher Nitrit-Peak in Einlaufphase.
Mehr erfahren →Nitrosomonas
Bakteriengattung, die Ammoniak/Ammonium zu Nitrit oxidiert. Erste Stufe der Nitrifikation. Siedelt sich schneller an als Nitrobacter. Wichtigster Bestandteil der biologischen Filterung.
Mehr erfahren →O
Otocinclus (Ohrgitter-Harnischwels)
Kleiner Saugwels (3–5 cm) aus Südamerika, auch Ohrgitterwels oder 'Oto' genannt. Hervorragender Algenfresser für Grün- und Kieselalgen auf Scheiben und Pflanzenblättern. Schwarmfisch (mind. 6 Tiere), absolut friedlich und garnelensicher. Benötigt eingefahrenes Aquarium mit natürlichem Algenwuchs. Darmatmer wie Panzerwelse. Temperatur: 20–26 °C, pH 6,0–7,5. Mindestbecken: 80 cm Kantenlänge.
Mehr erfahren →Osmoseanlage
Wasseraufbereitungsgerät, das durch Umkehrosmose nahezu alle gelösten Stoffe aus Leitungswasser entfernt. Erzeugt sehr weiches, reines Wasser (0-50 µS/cm). Ideal für Weichwasserfische und Garnelenzucht.
Mehr erfahren →Oxidator
Gerät zur Sauerstoffanreicherung durch Wasserstoffperoxid-Zersetzung. Gibt über Wochen kontinuierlich Sauerstoff ab. Alternative zu Luftpumpe, besonders bei Stromausfall oder Transport.
Mehr erfahren →P
Panzerwels (Corydoras)
Bodenbewohnende Welse mit charakteristischer Knochenpanzerung. Über 160 Arten, 2–10 cm groß. Benötigen zwingend feinen Sand als Bodengrund (Barteln verletzungsgefährdet). Schwarmfische: mind. 6 Tiere. Darmatmer, sehr langlebig (8–15 Jahre).
Mehr erfahren →Platy (Xiphophorus maculatus)
Lebendgebärender Zahnkarpfen aus Mexiko und Guatemala. Über 100 Farbvarianten durch intensive Zucht. Bevorzugt hartes, leicht alkalisches Wasser (pH 7,0–8,5, GH 10–25 °dGH). Wichtig: Niemals mit Schwertträgern vergesellschaften (Kreuzungsrisiko, Melanome). Ideal für Einsteiger.
Mehr erfahren →Phosphat (PO₄)
Nährstoff für Pflanzen und Algen. Ideal: 0,1-1 mg/l. Über 2 mg/l fördert Algenwachstum (besonders Fadenalgen). Quellen: Futter, Leitungswasser, absterbende Pflanzen.
Mehr erfahren →pH-Wert
Maß für Säure/Base-Gehalt des Wassers. Skala 0-14, neutral bei 7. Süßwasser-Aquarien: meist 6,5-7,5. Wird von KH, CO₂ und Huminstoffen beeinflusst. Wichtig: Stabilität wichtiger als exakter Wert.
Mehr erfahren →Pinselalgen
Dunkelgrüne bis schwarze Büschelalgen, sitzen fest auf Pflanzen und Deko. Sehr hartnäckig. Ursachen: CO₂-Mangel, Strömungsmangel, organische Belastung. Bekämpfung: Easy Carbo, Siamesische Rüsselbarbe.
Mehr erfahren →R
Rotala (Quirl-Tausendblatt)
Beliebte Aquascape-Stängelpflanze aus Südostasien mit zarten, runden Blättern in Rosa bis Tiefrot. Für intensive Farben sind viel Licht, Eisendüngung und CO₂ wichtig. Ohne ausreichend Licht bleibt sie grün. Bevorzugt weiches bis mittelhärtes Wasser (GH 2–12 °dGH, pH 6,0–7,5). Vermehrung durch Stecklinge. Ideal für Pflanzenwände im Hintergrund.
Mehr erfahren →Redoxpotential
Maß für Oxidations-/Reduktionsfähigkeit des Wassers. Gemessen in mV. Ideal: 250-350 mV. Niedriges Redox → organische Belastung, Sauerstoffmangel. Hohes Redox → sauberes, sauerstoffreiches Wasser.
Mehr erfahren →S
Schwebealgen
Mikroskopisch kleine Algen, die das Wasser grün färben. Ursachen: zu viel Licht (Sonneneinstrahlung), Nährstoffüberschuss. Bekämpfung: UV-Klärer, Verdunkelung, Wasserwechsel.
Mehr erfahren →Skalar (Pterophyllum scalare)
Majestätischer Süßwasserfisch aus dem Amazonasbecken mit auffälligen Segelflossen und Streifenmuster. Wird bis 15 cm lang und 25 cm hoch. Benötigt hohe Aquarien (mind. 50 cm), warmes Wasser (26–30 °C) und weiche, leicht saure Wasserwerte. Intensives Brutpflegeverhalten.
Mehr erfahren →Schwertträger (Xiphophorus hellerii)
Lebendgebärender Zahnkarpfen aus Mexiko und Mittelamerika. Unverwechselbares Merkmal: das verlängerte untere Schwanzflossen-Schwert der Männchen. Über 10 Farbvarianten, darunter der beliebte Wiener Schwertträger. Toleriert Temperaturen von 18–28 °C. Achtung: Kreuzung mit Platys möglich.
Mehr erfahren →Soil
Nährstoffreicher Bodengrund aus gebrannter Erde. Senkt pH-Wert und Härte, gibt Nährstoffe an Wurzeln ab. Ideal für anspruchsvolle Pflanzen und Garnelen. Haltbarkeit: 1-3 Jahre.
Mehr erfahren →Stromkosten (Aquarium)
Die laufenden Betriebskosten eines Aquariums setzen sich hauptsächlich aus Heizung, Beleuchtung und Filter zusammen. Ein 60-Liter-Becken kostet ca. 8–12 €/Monat, ein 200-Liter-Becken ca. 25–40 €/Monat an Strom. Die Heizung ist meist der größte Verbraucher (besonders im Winter), gefolgt von der Beleuchtung. LED-Leuchten sparen gegenüber T5 bis zu 70 % Strom.
Mehr erfahren →Stickstoffkreislauf
Biologischer Prozess im Aquarium: Ammoniak → Nitrit → Nitrat. Basis der Wasserqualität. Nitrosomonas und Nitrobacter bauen Schadstoffe ab. Pflanzen nehmen Nitrat auf. Wasserwechsel entfernt überschüssiges Nitrat.
Mehr erfahren →Strömung
Wasserbewegung im Aquarium, erzeugt durch Filter oder Strömungspumpe. Wichtig für: Sauerstoffverteilung, CO₂-Verteilung, Vermeidung von Totzonen (Blaualgen). Ideal: 5-10x Beckenvolumen pro Stunde.
Mehr erfahren →Sumatrabarbe (Puntigrus tetrazona)
Lebhafter Schwarmfisch aus Sumatra und Borneo mit markanten orange-schwarzen Streifen. Bekannt für Flossenknabbern – daher nur mit robusten, schnellen Fischen ohne lange Flossen vergesellschaften. Mindestgruppe: 10–12 Tiere. Größe: 5–7 cm, Temperatur: 22–26 °C, pH 6,0–7,5. Mindestbecken: 120 Liter.
Mehr erfahren →Schmetterlingsbuntbarsch (Mikrogeophagus ramirezi)
Einer der farbenprächtigsten Süßwasserfische – irisierendes Blau, Gelb und Schwarz. Zwergbuntbarsch aus dem Orinoco-Becken (Venezuela, Kolumbien). Benötigt weiches, warmes Wasser (27–29 °C, pH 6,0–6,5, GH 3–8 °dGH) und niedrige Nitratwerte. Offenbrüter mit intensiver Brutpflege. Größe: 5–7 cm. Mindestbecken: 80 Liter.
Mehr erfahren →T
Tröpfchentest
Präzise Methode zur Wasserwertmessung. Reagenzien werden tropfenweise zugegeben, Farbumschlag zeigt Wert an. Genauer als Teststreifen. Wichtig für: pH, KH, GH, Nitrit, Nitrat, Phosphat.
Mehr erfahren →U
UV-Klärer
Gerät mit UV-C-Lampe, tötet Schwebealgen, Bakterien und Parasiten im Durchfluss ab. Klärt grünes Wasser innerhalb von 3-7 Tagen. Wichtig: Nach Filter installieren, regelmäßig Lampe wechseln (6-12 Monate).
Mehr erfahren →V
Vallisneria (Wasserschraube)
Robuste Hintergrundpflanze mit langen, bandförmigen Blättern. Besonderheit: hartwasserliebend und kann Bikarbonat als CO₂-Quelle nutzen – ideal für hartes Leitungswasser ohne Wasseraufbereitung. Sehr schnellwüchsig, vermehrt sich über Ausläufer. Niemals Blattspitzen kürzen – immer ganze Blätter an der Basis abschneiden. Temperatur: 15–30 °C, pH 6,5–9,0.
Mehr erfahren →W
Wasserpest (Egeria densa)
Klassische Anfängerpflanze, extrem robust und schnellwüchsig. Wächst ohne CO₂-Anlage, entzieht dem Wasser effizient Nitrat und Phosphat und hemmt so das Algenwachstum. Platzierung im Hintergrund, regelmäßiger Rückschnitt nötig. Temperatur: 10–26 °C, pH 6,5–8,0.
Mehr erfahren →Wasserwechsel
Regelmäßiger Austausch von 20-30% des Aquarienwassers. Entfernt Nitrat, Phosphat und andere Schadstoffe. Frequenz: wöchentlich oder alle 2 Wochen. Neues Wasser temperieren und aufbereiten.
Mehr erfahren →Z
Zebrabärbling (Danio rerio)
Robuster Schwarmfisch aus Indien und Bangladesch. Einer der beliebtesten Einstiegsfische: toleriert Temperaturen von 18–25 °C, pH 6,5–7,5, sehr anpassungsfähig. Schwarmfisch (mind. 8 Tiere). Bekannte Zuchtformen: GloFish (fluoreszierend), Langflossen-Variante. Größe: 4–5 cm. Mindestbecken: 80 cm Kantenlänge.
Mehr erfahren →Zeolith
Mineralisches Filtermaterial, bindet Ammonium aus dem Wasser. Notfallmaßnahme bei Ammoniak-/Nitritproblemen. Nachteil: Hemmt Aufbau der Filterbiologie. Nach Einsatz regenerieren oder entsorgen.
Mehr erfahren →Begriff fehlt?
Dieses Glossar wird kontinuierlich erweitert. Wenn du einen wichtigen Begriff vermisst, schau in unseren ausführlichen Ratgeber-Artikeln nach – dort findest du detaillierte Erklärungen zu allen Themen der Aquaristik.