
Regenbogenfisch im Aquarium
Lebende Farbenspiele – die farbenprächtigsten Schwarmfische für das Süßwasseraquarium
Das Wichtigste auf einen Blick
Regenbogenfische – lebende Farbenspiele aus Australien und Neuguinea
Wer einmal einen gut gepflegten Schwarm Regenbogenfische im Morgenlicht gesehen hat, vergisst diesen Anblick nicht mehr. Kein anderer Süßwasserfisch vereint so viele leuchtende Farben in einem einzigen Körper: Blau, Grün, Orange, Rot und Silber schimmern gleichzeitig, je nachdem wie das Licht auf die irisierenden Schuppen fällt. Dieses Farbenspiel hat der Familie der Melanotaeniidae – den Regenbogenfischen – ihren Namen gegeben.
Regenbogenfische stammen ursprünglich aus Australien, Neuguinea und einigen Inseln Südostasiens. Dort leben sie in klaren, oft leicht alkalischen Seen, Flüssen und Bächen mit üppiger Unterwasservegetation. Diese Herkunft erklärt ihre Vorliebe für härteres, leicht alkalisches Wasser – ein Unterschied zu vielen anderen tropischen Aquarienfischen, die weiches, saures Wasser bevorzugen.
Mit über 100 beschriebenen Arten bietet die Familie eine enorme Vielfalt: von kleinen, zierlichen Arten wie dem nur 5 cm großen Neon-Regenbogenfisch bis hin zu stattlichen Tieren wie dem 15 cm großen Australischen Regenbogenfisch. Was alle Arten gemeinsam haben: Sie sind friedlich, aktiv, farbenprächtig und gedeihen am besten in einer ausreichend großen Gruppe.
Die beliebtesten Regenbogenfisch-Arten im Überblick
Die Auswahl an Regenbogenfischen im Handel ist groß. Für Einsteiger empfehlen sich vor allem robuste, gut verträgliche Arten. Für erfahrene Aquarianer bieten seltene Arten aus Neuguinea und Sulawesi besondere Herausforderungen und Belohnungen.
| Art | Wissenschaftl. Name | Größe | Farben | Schwierigkeit |
|---|---|---|---|---|
| Neon-Regenbogenfisch | Melanotaenia praecox | 5–6 cm | Leuchtendes Blau, rote Flossen | Einfach |
| Bosemani-Regenbogenfisch | Melanotaenia boesemani | 9–11 cm | Blau-orange Zweifärbung | Einfach |
| Australischer Regenbogenfisch | Melanotaenia splendida | 10–12 cm | Grün-blau-orange | Einfach |
| Lachs-Regenbogenfisch | Glossolepis incisus | 12–15 cm | Intensives Rot (Männchen) | Mittel |
| Threadfin-Regenbogenfisch | Iriatherina werneri | 4–5 cm | Silber, lange Flossenfäden | Mittel |
Haltung: Was Regenbogenfische wirklich brauchen
Regenbogenfische sind aktive Schwimmer, die viel Platz brauchen. Das Aquarium sollte mindestens 100 cm lang sein – besser 120 cm oder mehr. Die Länge ist dabei wichtiger als das Volumen: Regenbogenfische schwimmen bevorzugt in der Längsrichtung und brauchen freie Schwimmzonen. Eine Kombination aus offenen Schwimmbereichen und dicht bepflanzten Randzonen entspricht ihrem natürlichen Lebensraum.
Ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen Tropenfischen: Regenbogenfische bevorzugen härteres, leicht alkalisches Wasser (pH 7,0–8,0, GH 8–20 °dH). In weichem, saurem Wasser bleiben sie oft blass und anfällig für Krankheiten. Wer in einer Region mit weichem Leitungswasser wohnt, sollte das Wasser mit etwas Magnesiumsulfat oder durch Zugabe von Korallensand aufhärten.
🏊 Aquariumgröße
Mindestens 100 cm Länge. Für Gruppen ab 10 Tieren: 120 cm. Freie Schwimmzone im vorderen Drittel wichtig.
💧 Wasserwerte
pH 7,0–8,0, GH 8–20 °dH, Temp. 22–26 °C. Regelmäßige Wasserwechsel (25–30 % wöchentlich) wichtig für Farbenintensität.
👥 Gruppengröße
Mindestens 8–10 Tiere. Gemischter Schwarm (♂:♀ = 1:2). Männchen zeigen in Gegenwart von Weibchen ihre schönsten Farben.
Vergesellschaftung: Ideale Mitbewohner für Regenbogenfische
Regenbogenfische gehören zu den friedlichsten Aquarienfischen überhaupt. Sie zeigen keinerlei Aggressionen gegenüber anderen Fischen und sind auch untereinander sehr verträglich – selbst wenn mehrere Männchen in einem Aquarium gehalten werden. Diese Friedfertigkeit macht sie zu idealen Gesellschaftsfischen für gemischte Aquarien.
Besonders harmonisch ist die Kombination mit anderen friedlichen Schwarmfischen der mittleren Wasserschicht, Bodenbewohnern wie Panzerwelsen (Corydoras) und Algenfressern wie Otocinclus-Welsen. Amano-Garnelen und größere Neocaridina-Garnelen sind ebenfalls gute Mitbewohner – kleine Garnelen können jedoch von größeren Regenbogenfischen als Futter betrachtet werden.
| Mitbewohner | Verträglichkeit | Hinweis |
|---|---|---|
| Corydoras (Panzerwelse) | ✅ Sehr gut | Verschiedene Wasserschichten, kein Konkurrenzverhalten |
| Salmler (Neons, Salmler) | ✅ Sehr gut | Ähnliche Wasserwerte, friedlich |
| Amano-Garnelen | ✅ Gut | Groß genug, um nicht gefressen zu werden |
| Kleine Garnelen (Neocaridina) | ⚠️ Bedingt | Können von größeren Regenbogenfischen gefressen werden |
| Cichliden (Buntbarsche) | ❌ Nicht geeignet | Zu aggressiv, stressen Regenbogenfische |
Ernährung: Abwechslung für leuchtende Farben
Regenbogenfische sind Allesfresser mit einer deutlichen Vorliebe für tierisches Futter. In der Natur ernähren sie sich von Insekten, Kleinkrebsen, Würmern und Algen. Im Aquarium sollte die Ernährung diese Vielfalt widerspiegeln: Ein hochwertiges Flockenfutter bildet die Basis, wird aber durch regelmäßige Gaben von Frostfutter (Mückenlarven, Artemia, Daphnien) und gelegentlich Lebendfutter deutlich aufgewertet.
Besonders wichtig für die Farbintensität ist eine ausreichende Versorgung mit Carotinoiden – natürlichen Farbpigmenten, die in Artemia, Krill und roten Mückenlarven reichlich vorhanden sind. Fische, die regelmäßig solches Futter bekommen, zeigen deutlich leuchtendere Farben als solche, die nur Trockenfutter erhalten. Zwei bis drei Fütterungen pro Tag in kleinen Portionen sind ideal.
Empfohlenes AQUASAN-Produkt
Für optimale Wasserqualität und leuchtende Farben

AQUASAN Perfektes Aquarium PLUS
Regenbogenfische zeigen ihre schönsten Farben nur bei optimaler Wasserqualität. AQUASAN Perfektes Aquarium PLUS unterstützt das biologische Gleichgewicht, stabilisiert Nitrat- und Phosphatwerte und sorgt für das klare, ausgewogene Wasser, in dem Regenbogenfische aufblühen.
Häufige Fragen zum Regenbogenfisch (FAQ)
Weiterführende Ratgeber

Rainer Stolte beschäftigt sich seit über 30 Jahren leidenschaftlich mit der Aquaristik. Als erfahrener Aquarianer und Inhaber eines Unternehmens für Aquarium-Pflegeprodukte ist er ausgewiesener Experte für Fischhaltung, Wasserqualität und das biologische Gleichgewicht im Aquarium – darunter insbesondere die Haltung anspruchsvoller Schwarmfische wie der Regenbogenfische.