
Kleine Neritide
Bienenschnecke im Aquarium
Die Bienenschnecke ist ein auffälliger Aufwuchsfresser – die genaue Artzuordnung im Handel kann jedoch variieren.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief: Bienenschnecke im Aquarium auf einen Blick
- Arbeitszuordnung
- Vittina waigiensis, Handelsnamen können variieren
- Größe
- etwa 1,5–2 cm
- Temperatur
- 22–28 °C
- pH-Wert
- 6,5–8,0
- Aquarium
- ab 20 Litern, eingefahren
- Ernährung
- Biofilm, Algenaufwuchs, Algenfutter
- Vermehrung
- Larvenentwicklung nicht im Süßwasser
Herkunft und Verhalten
Neritiden mit schwarz-gelben Mustern werden unter unterschiedlichen Handelsnamen geführt. Die genaue wissenschaftliche Zuordnung einzelner Handelsformen ist nicht immer einheitlich.
Für die praktische Haltung ist wichtiger, dass erwachsene Tiere natürliche Aufwuchsflächen nutzen und die Larven nicht im normalen Süßwasseraquarium heranwachsen.
Das passende Aquarium
Ein gut eingefahrenes Aquarium mit dunklen Steinen, Wurzeln und ruhigen Pflanzenbereichen passt gut. Auf glatten Flächen findet die Schnecke Biofilm und feine Algen.
Ein geschlossener Deckel ist sinnvoll, weil Neritiden gelegentlich die Wasserlinie erkunden.
Wasserwerte und Wasserqualität
Mineralhaltiges, stabiles Wasser unterstützt die Schale. Sehr weiche, dauerhaft saure Bedingungen sind für die Gehäusepflege weniger geeignet.
Kupferhaltige Mittel sollten in einem Aquarium mit Bienenschnecken vermieden werden. Bei jeder Behandlung zählt die Angabe zur Wirbellosenverträglichkeit.
Ernährung und Fütterung
Wie Renn- und Geweihschnecken lebt die Bienenschnecke vor allem von Aufwuchs. In einem neuen Aquarium findet sie oft zu wenig Nahrung.
Ergänzend eignen sich kleine Mengen passenden Algenfutters, wenn Steine und Scheiben kaum noch Beläge tragen. Frisches Gemüse ersetzt ihren Schwerpunkt auf Biofilm nicht vollständig.
- Vor dem Einsetzen sichtbaren Aufwuchs auf mehreren Flächen abwarten.
- Bei knapper Nahrung Algen- oder Spirulina-Tabs in kleiner Menge anbieten.
- Mehrere Tiere nur einsetzen, wenn das Aquarium dauerhaft Futterflächen bietet.
Vergesellschaftung
Friedliche Garnelen und kleine ruhige Fische sind meist passende Nachbarn. Schmerlen, Kugelfische und andere schneckenfressende Arten nicht kombinieren.
Mit anderen Neritiden ist eine Vergesellschaftung möglich, wenn Aufwuchs nicht zum knappen Gut wird.
Vermehrung und Besonderheiten
Adulte Tiere können Eikapseln ablegen, doch die Larven benötigen für ihre Entwicklung andere Salzverhältnisse. Im gewöhnlichen Süßwasseraquarium wird daraus keine anwachsende Population.
Die kleine Größe und fehlende Süßwasservermehrung machen Bienenschnecken interessant für strukturierte Nano-Aquarien.
Häufige Fragen zu Bienenschnecke im Aquarium
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Über den Autor
Rainer StolteRainer Stolte erklärt seit vielen Jahren, wie kleine Wirbellose in ein stabiles Aquarium passen – mit Blick auf natürliche Bedürfnisse statt auf einfache Literformeln.
